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Wandern auf Fuerteventura



Ausführliche Tourenvorschläge sind im Wanderführer Fuerteventura aus dem Rother-Verlag zu finden.


Betancuria - Degollada de la Villa - Mirador Morro Velosa - Betancuria

Anfahrt: Mit dem Pkw nach Betancuria, 396m. Die Busverbindung nach Betancuria ist für Wanderer leider nicht brauchbar da die Zeiten so ungünstig liegen, dass man nicht am selben Tag wieder zurückkommt

Gehzeiten:
Betancuria - Degollada de la Villa 45min.
Degollada - Mirador Morro Velosa 45min.
Mirador Morro Velosa - Betancuria 45min.

Gesamtzeit: 2h15min

Höhenunterschied: Jeweils 285m im An- und Abstieg

Anforderungen: Moderate An- und Abstiege auf breiten Wegen

Einkehr: Restaurant Morro Velosa sowie die Casa Santa Maria in Betancuria

Natürlich ist der bekannteste Panoramagipfel Fuerteventuras auch motorisiert erreichbar. Der Zugang per pedes über den Rincon de la Mina ist jedoch ein Erlebnis der ganz anderen Art. Der aussichtsreiche Höhenweg erlaubt von den ersten bis zur letzten Minute herrliche Ausblicke in die Bergwelt des Zentralmassivs.
Die Wanderung beginnt unterhalb der Pfarrkirche von Betancuria. Wir gehen auf der FV-30 zum südlichen Ortsausgang. Gegenüber der Casa del Queso biegen wir links in die Calle San Buenaventura ein. An einem Strommast verlassen wir das Teersträßchen geradeaus in einen Erdweg, der von verwilderten Mandelbäumen und Agaven gesäumt zum Pass hochzieht. Der Weg erreicht rechts von den beiden Strommasten auf dem Kamm die Passhöhe Degollada de la Villa (583m).
Vom Pass steigen wir links die Fahrspuren der Bergrücken hoch. Wir wandern am Ostrand des Zentralmassivs nach Norden. Nach Osten schauen wir auf die Ebene von Antigua, nach Westen in das Hochtal von Betancuria. Der Weg folgt einer Steinmauer zur lädierten Gipfelsäule auf dem Tegu (647m) hinauf. Von dem Aussichtsgipfel haben wir über die Sendestation auf dem Morro Janana einen weiten Blick nach Süden bis auf das Jandia-Massiv im Südwesten der Insel. Vor uns im Nordwesten thront das Panoramalokal auf dem Morro Velosa.
Es geht zu einer Einsattelung hinab. Vor der Degollada de Maninubre schwenkt der Weg leicht auf die Antigua-Seite hinüber, um dann zu einem Steinhäuschen aufzusteigen. Von diesem werden wir durch ein Tal wieder nach Betancuria absteigen. Doch zunächst geht es hinauf zum Aussichtslokal. Wir folgen der Piste noch ein paar Minuten und steigen dann die letzten Meter weglos zum Mirador Morro Velosa (675m) auf. Von der Terrasse hinter dem Panoramalokal fasziniert die weite Schau in den Inselnorden. Über Valle de Santa Ines und Llanos de la Concepcion blickt man bis nach El Cotillo an der Nordwestküste und dahinter auf die schemenhaften Umrisse von Lanzarote. An ganz klaren Tagen kann man im Westen Gran Canaria und den Pico de Teide auf Teneriffa ausmachen.
Vom Mirador gehen wir zu dem Steinhaus zurück und steigen rechts davon auf einem alten Weg in das Kerbtal Majada de la Perra ab, an dessen Ausgang wir die Kirche von Betancuria vor Augen haben. Im unteren Tal versucht man mit Hilfe von Erddämmen auch den letzten Tropfen Wasser zu speichern. Im Trockenbett gedeihen ausgedehnte Schilfbestände, Palmen künden die alte Hauptstadt an. Der Weg mündet auf einen Querweg, der uns rechts zur Klosterruine San Buenaventura bringt. Von dort führt links ein Teersträßchen wieder zurück zur Pfarrkirche von Betancuria.

Ajui - Caleta Negra - Pena Horadada und zurück

Anfahrt: Den kleinen Küstenort Ajui erreicht man auf der östlich von Pajara abzweigenden FV-621. Keine öffentliche Busverbindung.

Gehzeiten: Ajui - Caleta Negra 30min.; Caleta Negra - Pena Horadada 30min.; Rückweg 45min.; gesamt 1h45min

Höhenunterschied: Jeweils 50m im An- und Abstieg

Anforderungen: Kurzwanderung auf teils gesicherten Pfaden

Einkehr: Etliche Fischlokale in Ajui, alteingesessen und urig ist die Bar Jaula de Oro (Goldkäfig)

Die Kurzwanderung entlang der Klippen nördlich von Ajui verknüpft zwei der attraktivsten Naturwunder Fuerteventuras miteinander: die imposanten Lavagrotten in der Caleta Negra und ein aus dem Meer ragendes Felsentor, das den Konquistadoren wie eine Einladung erschienen sein muss, von der Insel Besitz zu ergreifen. Vor 600 Jahren soll dort der im Dienste der Kastilischen Krone stehende normannische Eroberer Jean de Bethencourt an Land gegangen sein.
Vom Parkplatz vor der Bar Jaula de Oro in Ajui wenden wir uns zum Nordrand des schwarzen Sandstrandes. Ein von einem Geländer begleiteter Pflasterweg führt zu den Kalkklippen hoch, die für sich allein eine kleine Sehenswürdigkeit sind und gleichzeitig auch einen schönen Blick auf die Strandsiedlung erlauben. Wir folgen dem Weg nordwärts. 20m vor einem Haus mit Flachdach gehen wir an der Verzweigung weiter geradeaus einige Meter unterhalb des Klippenrandes auf die von Höhlen durchlöcherte Bucht Caleta Negra zu. Abschüssige Stellen sind durch ein Geländer gesichert.
Nach einer Viertelstunde erreichen wir einen Aussichtspunkt. Von der Plattform führt eine Steintreppe zu den Höhlen von Caleta Negra hinab. Die Stufen enden vor einer imposanten schwarzen Grotte. Sofern es die Brandung erlaubt, kann man durch einen Durchschlupf (evtl. weiße Pfeilmarkierung) in die Nachbarhöhle überwechseln. Diese ist mit einer Länge von mindestens 50m nicht minder beeindruckend, die weitere Erforschung ist nur mit Hilfe einer Taschenlampe möglich.

Wir steigen wieder zum Mirador auf. 30m nach dem Aussichtspunkt gehen wir scharf links den Klippenrand hinauf. Am Rand des Kliffs umlaufen wir nun auf einem ausgetretenen Pfad die halbrunde Caleta Negra. Am Nordrand der Bucht queren wir einen kleinen Barranco und treffen auf einen Weidezaun. Hier sind acht in den Boden eingelassene, rostige Rohre interessant, die etwa 40m tief in eine Meeresgrotte hinablaufen. Wozu mögen sie wohl angelegt sein?
Ein Gatter lässt uns durch den Zaun. Am Klippenrand geht es über das Tablero del Puerto zur nordwestlichsten Ecke der schwarzen Bucht. Weiter nordwärts schauen wir bald auf das der Mündung des Barranco de la Pena vorgelagerte Felsentor Pena Horadada. Der Pfad am Rande des Küstenplateaus hält genau darauf zu, die letzten Meter kraxeln wir an einer geeigneten Stelle den Hang hinab. Im Barrancobett laden Schatten spendende Tamarisken zu einer Rast ein. Der Rückweg nach Ajui erfolgt auf dem gleichen Weg.


Literaturhinweis: Diese Tourenvorschläge sind dem Rother Wanderführer Fuerteventura von Rolf Goetz entnommen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten erhalten Sie direkt beim Rother-Verlag unter www.rother.de.



Ausserdem finden Sie im Fuerteventura Wanderführer folgende Routen:

1 Rund um die Insel Lobos
Zu Miniaturvulkanen, Salzmarschen und auf einen Panoramaberg mit Drei-Insel-Blick

2 Von Corralejo nach El Cotillo
Ausgedehnte Streckenwanderung entlang der rauen Nordküste

3 Von El Cotillo zur Playa de Esquinzo
Windige Klippentour an der Nordwestküste

4 Der vulkanische Lehrpfad von Lajares nach Corralejo
Auf dem "Sendero turistico" durch ein unwirtliches Lavameer

5 Durch die Dünen von Corralejo
Wüstenhafte Leere zwischen Wasser und Lava

6 Um die Montana de Escanfraga
Beschauliche Runde zwischen markanten Vulkanbergen

7 Auf die Montana Tindaya
Auf Spurensuche am heiligen Berg der Guanchen

8 Von Los Molinos nach Playa del Valle
Lange Klippentour mit leichten Hindernissen

9 Zum Stausee Los Molinos
Über ockerfarbene Hügelketten zur größten Talsperre der Insel

10 Von Antigua nach Betancuria
Auf einem Pilgerweg in die alte Hauptstadt

12 Auf den Pico de Betancuria
Aussichtsreiche Gipfeltour auf den Hausberg der alten Hauptstadt

13 Von Betancuria nach Vega de Rio Palmas
Panoramareiche Kammwanderung am Ostrand des Zentralmassivs

14 Über den Granadillos-Pass auf die Gran Montana
Große Runde um eine Palmenoase, mit luftiger Gipfelbesteigung

15 Zur Wallfahrtskapelle der Jungfrau de la Pena
Durch ein Palmental in eine enge Felsenschlucht

17 Von Ajui zum Wrack der American Star
Ausgedehnte Küstentour zum Schauplatz einer Havarie

18 Zur Ermita Virgen del Tanquito an der Montana Cardon
Der Pilgerweg zur Felsenkapelle im Cardon-Massiv

19 Von Las Salinas nach Pozo Negro
Auf den Spuren der Kalkbrenner

20 Von Pozo Negro zu den Casas de Jacomar
Abenteuerliche Klippentour mit anschließender Querung eines jungvulkanischen Lavafeldes

21 Der Küstensteig von Giniginamar
Auf altem Saumpfad über der zerklüfteten Südostküste nach Tarajelejo

22 Von Costa Calma nach Los Boquetes
Von Küste zu Küste über Fuertes "Wespentaille"

23 Im Sandmeer El Jable
Saharaimpressionen im Hinterland von Costa Calma

24 Von Costa Calma zum Risco del Paso
Vamos a la Playa!

25 Ins Valle de Pecenescal
Zu einem fulminanten Aussichtspunkt hoch über der Westküste

26 Von Jandia Playa zur Playa Barca
Strände ohne Ende - die große Tour entlang Fuerteventuras Superstrand

27 Auf den Pico de la Zarza
Fuertes höchster Gipfel - von Null auf 800

28 Durch das Gran Valle zur Playa de Cofete
Auf einem alten Maultierpfad über das Jandia-Massiv

29 Von der Playa de Cofete zur Casa de Agua Melianes
Strandeinsamkeit an der wellengepeitschten Nordküste von Jandia

30 Von der Punta Pesebre zur Punta de Barlovento
Bizarre Küstentour für Fährtensucher


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